Kaffee ABC

Tampen - Das musst Du über den Tamper wissen

In unserem Kaffee-Alphabet erklären wir Dir Profi-Begriffe aus der Kaffeewelt. Diesmal: T wie Tampen.

Tamper

Kleines Teil, große Wirkung: der Tamper. Egal, ob eine simple oder eine hochwertige Siebträger-Maschine: Wer in die Welt des Kaffees eintauchen will, darf auf ein Utensil nicht verzichten. Hier kannst Du alles über tampen nachlesen. Wie sollte der Tamper sein? Wie funktioniert tampen richtig? Wir tragen euch die wichtigsten Facts für Kaffee-Einsteiger und Baristi zusammen.

Was ist ein Espresso-Tamper?

„Tampen“ kommt auf dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt stampfen. Ein Tamper ist ein Stempel, der das lose Espressopulver im Siebträger Deiner Siebträgermaschine zusammendrückt und so eine gleichmäßige Oberfläche für das Wasser bildet.  Der Tamper besteht aus einem Griff und dem Fuss, die Base. Am Ende hat Tampen direkten Einfluss auf den Geschmack Deines Kaffees. Denn: Indem Du Deinen Kaffee zusammenpresst, erhöhst Du den Widerstand. Dadurch fließt das Wasser langsamer durch das Kaffeemehl. Wir haben also den Brühprozess verlangsamt und der Kaffee kann extrahieren.

Wie tampe ich richtig?

Wichtig ist, dass Du den Kaffee vor dem tampen gleichmäßig verteilt (leveln). Das klingt nicht schwer, doch Du solltest einige Punkte beachten.

1. Befülle den Siebträger mit 8-10g bzw. 16-18g für eine doppelten Espresso.
2. Verteile das Kaffeepulver gleichmäßig im Siebträger. Am besten den sauberen Fingern ebnen.
3. Nimm den Tamper am besten von oben wie eine Schraubenzieher mit der einen Hand und den Siebträger in die andere Hand.
4. Jetzt beginnt das Tampen. Du drückst das Kaffeemehl gleichmäßig und gerade im Siebträger an. Achte darauf, dass Du Dein Handgelenk nicht durchknickst. Tamper, Handgelenk und Ellenbogen sollten auf einer Linie senkrecht zum Tisch liegen.

Barista beim Leveln
Richtiges tampen mit dem Tamper

Woran sehe ich, dass ich richtig getampt habe?

Ist das Pulver nicht gleichmäßig oder schräg getampt, läuft das Wasser nicht gleichmäßig durch den Kaffee. Das kannst Du deutlich erkennen, wenn Du den Siebträger aus der Maschine ausspannst. Der Kaffeepuck im Siebträger hat dann kleine Löcher, die Channels.

Gut zu wissen

Die Maße sind bei dem Kauf eines Tampers das wichtigste Kriterium. Ein guter Tamper schließt perfekt mit dem Siebträger ab. Der Teller sollte aus beispielsweise aus Edelstahl sein und ein gewisses Eigengewicht haben. Ob Holz, Plastik oder Metall – bei den Griffen gibt es eine schier unendliche Auswahl. Für welchen Tamper Du Dich entscheidest, ist am Ende auch Geschmacksache. Für viele Baristi ist der Tamper so etwas wie das Messer eines Kochs. Damit ist der Kauf eines Tampers eine absolute Herzensangelegenheit.

Damit Dir beim Tampen der Siebträger nicht wegrutscht oder vielleicht sogar die Arbeitsplatte verkratzt, ist eine Tampermatte oder –station sehr hilfreich und erleichtert das Tampen enorm.